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News & Infos

Über die competitive Mixed-Szene
Es ist ein Faktum dass viele Männer gerne raufen. Sie haben früher in der Schule gerauft, im Park, sie haben auch noch in der Pubertät gerauft. Sie wollen und wollten sich weder schlagen noch prügeln, wenn sie das wollten dann wären sie Hooligans geworden. Nein, sie wollen einfach, vielleicht auf Grund eines animalischen Gens, immer gerne ihre Kräfte messen und hatten in der Kindheit Spaß daran gefunden. Vielen hat es auch gefallen wenn sie zum Beispiel mit ihrer älteren Schwester gerauft haben, oder wenn sie Schulfreundinnen beim Raufen in der Schule oder im Park beobachten konnten. Diese Schlüsselerlebnisse können vielfältig sein. Bei dem einen Mann gehen die Erinnerungen eher in Richtung des erotischen Bereichs, beim anderen Mann sind sie dafür rein sportlich aufs Kräftemessen reduziert – beim dritten Mann sind sie darauf reduziert zwei Frauen beim Raufen zuzusehen, der vierte will vielleicht lieber zwei Männern beim Raufen zusehen. Je nach den Erfahrungen und Kindheitserlebnissen. Nun sind sie aber zu Erwachsenen geworden. Hat die Fantasie des Raufens damit nachgelassen?

Nein! Grundsätzlich wollen sie immer noch raufen. Aber diese Männer fühlen sich als heterosexuell und haben bei anderen Männern Berührungsängste. Sie stehen einfach nicht darauf andere Männer zu berühren. Sie wollen auch mit anderen Männern keinen Tango und keinen Lambada tanzen. Trotzdem wollen sie vielleicht gerne tanzen, und zwar – natürlich - mit Frauen. Viele werden nun sagen, ja Tanzen, das ist doch etwas Anderes. Ist es eben nicht! Es gibt Tänzer die tanzen bloß aus sportlichen Gründen, zum Beispiel TurniertänzerInnen oder ehrgeizige TänzerInnen in Tanzschulen. Sie kennen den Partner privat oft kaum. Dann gibt es viele Tänzer die zum Spaß tanzen, zum Beispiel bei Betriebsfeiern, Festen, Hochzeiten. Da tanzt man mit der Mutter, der Oma, der Tante, der Schwester, der Chefin. Wegen Erotik? Ich glaube nicht, trotzdem hat man Spaß dabei. Natürlich gibt es auch Tänze, zum Beispiel unter Jugendlichen in Diskotheken wenn die langsame Musik gespielt wird, die manchmal eindeutig erotische Gründe haben. Die Spirale ist dabei endlos lange, und jeder der schon einmal getanzt hat wird es auch nachvollziehen können.

Beim Ringen verhält es sich ganz ähnlich in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Natürlich könnte man jetzt behaupten, wenn der 35-jährige Mann ringen möchte, dann soll er doch in einen Verein gehen. Aber genau das will er nicht, denn genauso wenig wie er mit Männern tanzen will, will er auch nicht mit Männern ringen, schon gar nicht in seinem Alter. Er will auch nicht in den Verein gehen um mit den jungen Mädchen des Vereins im Ringkampfverein zu trainieren, da würde er sich dann dabei noch dümmer vorkommen, wahrscheinlich sogar pervers. Ja, er will ja gar nicht trainieren! Er will einfach nur raufen! Nicht mit seinem Kopfkissen sondern mit einem Menschen vor dem er sich nicht ekelt und der ihm ein guter Gegner sein kann! Er will daher mit einer Frau ringen, einer Frau die stark und selbstbewusst ist und die genug Kraft und Techniken beherrscht um ihm einen ausgeglichenen Kampf zu bieten. Einfach um zu raufen!

Viele mögen jetzt sagen: Dann soll er sich doch eine Freundin suchen! Na ja, viele dieser Männer haben sogar Freundinnen oder sind verheiratet. Oftmals sind diese Frauen aber keine Kämpferinnen, weder stark noch wollen sie kämpfen. Manchmal sind sie krank oder zu alt dazu. Und wenn sie wollen, dann sind sie nicht trainiert genug um dem Mann „kontra“ zu geben. Natürlich rangeln diese Männer zu Hause auch manchmal mit ihren Freundinnen, aber in erotischer Art. Oft wissen die Frauen von der Rauf-Fantasie ihres Mannes. Oft unterstützen sie ihn sogar dabei, eine Gegnerin zu finden die mit ihm sportlich rauft, denn Frauen ist es lieber wenn sie die Kontrolle dabei behalten, und auch Frauen ist es lieber wenn ihr Mann mit einer Frau – unter ihrer Kontrolle und ihrem Wissen - sportlich ringt als sich irgendwo mit einem anderen Mann oder einer Frau heimlich zum Raufen zu treffen.

Wie man sieht entsteht bzw. entstand hier eine Nachfrage-Lücke, die niemand so wirklich im Stande ist zu schließen, nämlich diesem Mann, der gerne rauft und der heterosexuell ist und dem das /auch sportliche) Berühren von anderen Männern im Zweikampf unangenehm ist, die Möglichkeit zum Raufen zu geben. Diese Nachfrage Lücke kann die private Ringkampfszene schließen, oder wenigstens zu schließen versuchen. Dies bieten dann Clubs an (ein Zusammenschluss Gleichgesinnter) genauso wie manche Produzenten auf privaten Events oder manche selbstbewusste Ringerinnen in Eigenregie. Die Erfahrung jener Leute die damit zu tun haben ist groß. Die Frauen sind trainiert, sicher nicht so gut wie die besten Frauen aus den Ringkampf und Judoclubs, aber doch so gut dass sie sich dagegen nicht zu verstecken brauchen. Nicht alle ringenden Frauen wollen Mixedkämpfe machen, aber jene die es probieren haben meistens Spaß dabei und bleiben dabei, sie haben oft mehr Spaß als beim Kampf gegen anderen Frauen.

Natürlich kennt man die „Gefahren“, die bei einem Zusammentreffen zwischen Mann und Frau immer evident sind. Und deshalb wird Vorsorge getroffen. Es wird insoferne Vorsorge getroffen dass klargestellt wird, was erlaubt und was verboten ist und dass niemand niemals alleine beim Kampf bleibt.

Die Männer ringen normalerweise mit langen Shorts und T-Shirts (die Shirts sind für die Frauen angenehmer wenn die Männer stark schwitzen). Die Frauen tragen entweder Badeanzüge oder Spandex Shorts mit Crop-Tops oder Aerobichosen mit Tops. Um richtig ringen zu können ist Sportkleidung notwendig, schon alleine wegen des Schwitzens. Taucheranzüge oder Wintermäntel sowie geschlossene Smokings sind eher unvorteilhafte Kleidung beim Ringen.

Die Kämpfe sind beim sportlichen Raufen immer ehrlich und auf Spass ausgerichtet. Das heißt, man versucht zu gewinnen ohne dem Partner oder der Partnerin dabei weh zu tun. Es geht ja um kein Championat! Männer die Mixedkämpfe deshalb machen um die Frau zu verprügeln machen diese nicht lange. Es kommt auch praktisch nie vor, und wenn, dann wird sofort abgebrochen. Es gibt maximal einen Promillesatz an sadistischen Männern die Mixedkämpfe mögen, sowie einen ganz geringen Prozentsatz an Männern die Mixedkämpfe machen um sich zu beweisen und um unbedingt zu gewinnen. Den meisten Männern geht es nur ums Raufen, um das einfache Kräftemessen, wie sie es aus ihrer Kindheit in Erinnerung haben. Und den meisten Männern davon ist es dann egal ob sie gewinnen oder verlieren, manche wollen sogar verlieren um in keiner Weise Gefahr zu laufen der Frau auch nur ein Hährchen beim Raufen zu krümmen. Diese Männer sind Gentlemen die diese Frauen respektieren. Manche Männer testen die Kraft der Ringkampfpartnerin um diese heuristisch mit anderen Frauen zu vergleichen, oft auch mit ihren Frauen oder Freundinnen. Man mag das als Spleen abtun, aber so sind viele Männer. Sie vergleichen Frauen gerne. Viele Männer vergleichen die Brustgrößen oder die Pobacken oder die Beinlänge der Frauen, Männer unserer Szene jedoch vergleichen die Kraft der Frauen, die Kraft ihrer Bizeps oder ihrer Schenkel, und finden dagegen dann nicht viel Attraktives an Modeschauen, an Models oder an Beautycontests. Es ist ein ganz anderer Blickwinkel unter dem die Frau von Männern unserer Szene angesehen wird. Die Männer unserer Szene betrachten kräftige, zweikampferfahrene Frauen ehrfurchtsvoll, als Abbild von Göttinnen, Männer unserer Szene respektieren und bewundern Frauen und freuen sich wenn Frauen so stark oder sogar stärker als Männer sind. Natürlich ist das von macho-orientierten Männern schwer nachzuvollziehen und dadurch – „wie der Schelm denkt so ist er“ – wird in diese Szene viel hinein interpretiert was gar nicht stimmt.

Mixedkämpfe unter diesen sportlichen Aspekten sind nichts Anderes als der Boxkampf zwischen Regina Halmich und Stefan Raab der live im Deutschen Fernsehen zu verfolgen war. Sogar die Kleidung die beide dabei trugen kann – abgesehen von den Boxhandschuhen – 1:1 auf die sportliche, private Mixedraufszene übertragen werden. Insoferne ist es schwer verständlich dass die sportliche Mixedszene so negativ gesehen wird. Boxen kommt eigentlich nie vor und wird auch nicht nachgefragt und unseres Wissens auch nicht angeboten, da das Boxen zwischen Mann und Frau schon alleine durch den Gewichtsvorteil gefährlich sein könnte und die Männer auch nicht genug –wenn überhaupt – dafür trainiert sind. Und untrainierte Boxer sind gefährlich, auch wenn sie nicht gefährlich sein wollen. Deshalb findet Mixedboxen in der privaten Szene eigentlich nicht statt, jedenfalls nicht dass wir es wüssten. Ringen bzw. Raufen hat den Vorteil dass man seine Kräfte kontrollieren kann. Man kann Hebel oder Rollen auch langsam ausführen. Wie schon gesagt geht es dabei nicht ums Gewinnen sondern um die Aktivität an sich, das Kräftemessen. Wenn man Stefan Raab sportliches Mixedboxen zusgesteht dann sollte man auch „John Doe“ das sportliche Mixedringen gegen selbstbewusste Frauen moralisch gestatten und diese Aktivität auch so bewerten wie sie ist. Ein Schelm wer Anderes dabei denkt!

Wenn ein Mixedkampf beendet ist, dann ist er eben beendet, man bedankt sich, spricht vielleicht noch darüber, und beide haben Spass gehabt. Mehr steckt einfach nicht dahinter.

Mixed und Erotik:
Es gibt zweifellos beim Mixedwrestling auch einen erotischen Aspekt unter den die meisten jener Männer welche die sportliche Raufvariante bevorzugen aber nicht fallen. Wer intensiv ringt kommt eigentlich durch die Anstrengungen gar nicht dazu sich auf Erotik zu konzentrieren. Das wäre so als ob man sich als Aktiver während des alpinen Abfahrtslaufes auf Erotisches konzentrieren würde oder als Leichtathlet während des 100 Meter Laufs. Die Grenzen sind immer fließend und werden dort signifikant werden wo die beidseitige sportliche Aktivität stark in den Hintergrund gerät. Würde man Erotik und Sport immer als „Berühren=Erotik“ verallgemeinern, dann müsste man sonst auch das sportliche Ringen der Männer (z.b. bei olympischen Spielen) so interpretieren dass sie zuerst einmal ringen und – wenn die unbedarften Leute dann ihre eigene schelmische Fantasie hineininterpretieren dürfen – die Sportler sich nachher oder sogar noch auf der Matte oder beim Training gegenseitig zur Erektion oder zum Orgasmus reiben. Natürlich ist das völliger Schwachsinn. Aber auch das gibt es, zum Beispiel bei den privaten Frot-Ringkämpfen der Gaygemeinde. Und genauso gibt es eben dieses erotische „Full-Service“ für Heterosexuelle auch in den Bordellen wo es – neben den üblichen BDSM Spielen – auch erotische Mixedkämpfe zwischen den Damen des Hauses und den Männern im Angebot gibt.

Damit hat die sportliche Szene aber nichts zu tun. Im Gegenteil, die sportliche Mixedkampf Szene ist sehr froh darüber dass es diesen Service seit einigen Jahren in den Bordellen gibt, denn dadurch wurden der sportlichen Szene viele einschlägige Nachfragen die es früher nach diesem „Fullservice“ immer wieder gab abgenommen. Nachfragen die natürlich niemand erfüllen wollte und mit denen niemand in Verbindung gebracht werden möchte. Weder Männer noch Frauen die den privaten sportlichen Mixedkampf gerne ausüben. Es war damals zeitweilig sehr lästig mit vielen fruchtlosen Diskussionen nach diesen illusorischen Wünschen einiger sexbesessener Männer seine Zeit zu verschwenden.

Die Szene hat nichts gegen Männer die ihre Wünsche sexuell mit Frauen ausleben wollen. Jeder heterosexuelle Mann will mit einer Frau seine sexuellen Wünsche ausleben. Jeder! Jedoch soll das Ausleben dieser Wünsche entweder – am besten – mit der eigenen Frau erfolgen – oder, falls diese dafür nicht zugänglich ist – gibt es diese Angebote eben in den diversen Bordellen.

Es ist der Mixedkampf Szene sehr wichtig klarzustellen dass man den sportlichen Mixedkampf mit den Sexspielen die in Bordellen stattfinden NICHT verwechseln darf. Das sind zwei Paar Schuhe. Der sportliche Ringkampf füllt die Lücke die jene Männer haben die gerne raufen aber als Erwachsene mit Männern weder tanzen noch raufen mögen, während die sexuelle Spielart zwischen den Geschlechtern, mit allen möglichen Variationsmöglichkeiten, nicht viel mit sportlicher Betätigung zu tun hat, diese meistens auf dem Bett stattfindet und entweder in die Bordelle oder besser ins eigene Bett zur eigenen Frau gehört. Glücklich sind jene die Beides bei ihren Frauen zu Hause vereinen können! Und so sollte es im Idealfall auch sein.

Urheberrecht:  © by Catfightworld Autor: GR
Dieser Text wird je nach neu hinzugewonnen Erkenntnissen erweitert und korrigiert.
Er erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und absoluter Korrektheit.


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